Houston .. we have a problem with the gas control

Nach den musikalischen und künstlerischen Tagen in New Orleans geht es weiter gen Westen Richtung Houston. Da sich der Abfahrtstag infolge unserer Wäsche, die noch in einem super neuen Waschsalon mit Elektrolux-Maschinen zu machen war herauszögerte, schafften wir nicht allzu viele Meilen. Laut Lonely Planet sollte Franklin ganz nett sein und verfügte über einen Walmart. Dort angekommen fanden wir nur eine ganz schöne Strasse und daneben mehr Ghetto als Wohnsiedlung. Hier fühlten wir uns nicht besonders wohl und fuhren weiter in die nächste Stadt. Wir landeten in einer amerikanischen Kleinstadt. New Iberia hatte einen tollen Park mit zwei Spielplätzen die wir noch am Abend und dann am nächsten Tag besuchten, bevor es weiter nach Beaumont ging. In Beaumont verbrachten wir den Sonntag im kleinen aber sehr schönen Museum über den Ölboom in dieser Region Texas. Die Kinder rannten von Haus zu Haus und fanden es sehr spannend und auch wir Eltern schätzen diesen Bildungstag für kleines Geld. Den Nachmittag liessen wir dann auf einem neuen, behindertengerechten Spielplatz ausklingen. Am Montag hatte dann das Feuerwehrmuseum in Beaumont geöffnet und Noam durfte in voller Montur im Feuerwehrauto sitzen. Wir hatten nette Gespräche mit dem Feuerwehroffizier, durften noch unser Wasser im Wohnmobil auffüllen und die Kinder wurden wiederrum reich mit Plastikhelm und Schirmkappe beschenkt. Danke für den tollen Vormittag! Nach einem leckeren Mittagessen im Wohnmobil ging es am Golf von Mexiko entlang Richtung Galveston Island. Doch noch bevor wir mit der kostenlosen Fähre übersetzen fanden wir eine schöne Wiese, unweit vom Strand entfernt und genossen den wunderschönen Sonnenuntergang.

Käsefounde am Strand

Am nächsten Morgen setzen wir dann mit der Fähre nach Galveston Island über. Schon von der Fähre aus sah Noam das stillgelegte U-Boot und das alte Marineschiff. Nun war unser nächstes Ausflugsziel klar. Während Stefan und Noam die Schiffe erkundeten, machte Jala ihren verdienten Mittagsschlaf im Wohnmobil und Heike konnte in Ruhe das Mittagessen vorbereiten. Da die Amerikaner grosse Fans von Picknicktischen sind konnten wir draussen Essen und die Kinder tobten sich auf dem nagelneuen Spielplatz aus. Auch Mama und Papa durften noch bei der „wir berühren den Boden nicht“ Challenge mitmachen. Nachmittags ging es weiter zum Strand und wir glaubten es kaum, die Parkplätze waren direkt am Wasser. So parkten auch wir direkt am Meer, lauschten der Brandung, bewunderten die vielen Pelikane die über uns kreuzten und liessen den Tag mit einem „Schweizer Käsefondue“ ausklingen.

Planeten und Kometen .. und Schweizer trifft man überall

In der Dunkelheit fuhren wir weiter Richtung Houston um am nächsten Morgen ganz früh bei den Astronauten sein zu können. Wir waren beeindruckt von all den tollen Sachen, die es zu sehen und erleben gab. Wir erkundeten die Raumfähren, durften das Trainingszentrum der Astronauten begutachten, einen Blick in das Kontrollzentrum werfen und die Kinder konnten viele interaktive Spiele ausprobieren. Stefan versuchte nach dem Mittag Jala in den Mittagsschlaft zu fahren und ging mit Emma Gassi. Emma war wieder zufrieden im Wohnmobil zurück, Jala leider immer noch nicht am schlafen, als Stefan plötzlich einige Schweizerdeutsche Wörter aufschnappte und die beiden ansprach. So lernten wir Fredericke und Christoph kennen. Sie waren mit ihrem Jeep mit Dachzelt unterwegs und hatten nun noch einige Tag in Houston, bevor sie zurück in die Schweiz flogen. Sie waren eineinhalb Jahre unterwegs und kamen vom südlichsten Punkt Südamerikas hoch bis in die USA. Wir hatten viele Fragen, denn diese Strecke wollen wir auch noch fahren, nur in umgekehrter Reihenfolge und sie hatten viel zu erzählen. So trafen wir uns draussen auf dem Parkplatz und die beiden schenkten uns noch diverse Nahrungsmittel und Dieselzusatz, die sie nun nicht mehr brauchten. Wir sassen alle gemütlich im Wohnmobil bei leckerem Pfannkuchen zum Abendessen, bis ein Wachmann ans Fenster klopfte und uns bat, den Parkplatz zu verlassen, dieser würde nun geschlossen. Für uns war klar, dass wir wieder bei einem Walmart schlafen werden. Christoph und Fredericke hatten auch noch keinen Schlafplatz und kamen mit uns. Da das Schlafen mit aufgeklappten Zelt auf einem Parkplatz nicht so cool ist hat Noam kurzerhand bei uns und Jala in der Sitzecke geschlafen, so konnten die beiden hinten im Doppelbett übernachten. Nach einem gemeinsamen Frühstück trennten sich dann unsere Wege. Danke euch beiden für die schöne Zeit. Wir hoffen ihr seid gut in Safenwil angekommen. Wie klein die Welt doch ist! Die beiden wohnen nur 15 km neben unserem früheren Wohnort, in dem Dorf, in dem wir beide kirchlich geheiratet haben 😉

Ohne Gas kein Spass

In Houston haben wir dann so einiges erlebt. Wir haben den schönen Stadtpark genossen und kleine Fahrradtouren gemacht. Am Nachmittag war dann freier Eintritt im Körpermuseum, wo Noam wieder mal viel gelernt hat und anschliessend ging es dann zum freien Besuch ins Kindermuseum. Dies war einfach nur gigantisch. Viele Kinder und noch mehr zu entdecken. Von schlüpfenden Küken, über Krankenwagen, Klettertürme bis hin zum Supermarkt konnten Jala und Noam alles ausprobieren was ihr Herz begehrte und fielen abends todmüde ins Bett. Was für ein erlebnisreicher Tag. Am nächsten Morgen mussten wir uns dann eingestehen, dass unsere Gaszufuhr nun wirklich defekt war. Kein heisses Wasser mehr, wir konnten nicht mehr Kochen und auch der Kühlschrank funktionierte mehr schlecht als recht, so konnten wir nicht mehr weiterreisen und es war Freitag. Also machten wir uns auf in eine Truma-Vertragswerkstatt. Stefan hatte vorgängig mit dieser Kontakt aufgenommen und so fuhren wir zu angegebener Adresse. Hätten wir nicht gewusst, dass sich hier diese Werkstatt befindet, wir wären niemals dort hingefahren, geschweige denn angehalten. Doch wir wurden mal wieder eines besseren belehrt. Die Mechaniker waren super freundlich, engagiert und kompetent. Der Komfort-Regler der Gaszufuhr war defekt, besser gesagt völlig verdreckt und voll mit Öl. Leider gibt es diesen Regler in den USA nicht gerade auf Lager und eine Lieferung würde ca. 6 Tage dauern. Solange wollten wir eigentlich nicht in Houston warten. Wir besprachen hin und her und schlussendlich baute Stefan unter der Anleitung der Mechaniker (denn rechtlich dürfen sie so etwas nicht) einen Bypass. Wir haben dafür noch zusätzlich einen Gas-Filter eingebaut und müssen nun lediglich, wenn eine Gasflasche leer ist diese komplett umhängen. Nicht mehr ganz so komfortabel wie vorher, aber vertretbar, da wir das Gas nur ca. alle drei Wochen wechseln müssen. Den Regler lassen wir uns dann aus Deutschland mitbringen. Nach knapp zwei Stunden funktioniert unsere Gaszufuhr wieder, wir haben Warmwasser und können kochen und sind sehr happy. Herzlichen Dank den kreativen Mechanikern.

Rodeo in Live

Am Nachmittag besuchen wir dann das grösste Livestock-Festival Texas. Hier gibt es eine riesige Kirmes, unendlich viel zu Essen, Tiere zum Anschauen und Handeln und was natürlich nicht fehlen darf, Cowboys und das weltbekannte Rodeo. Ja, auch wir haben uns in das riesige Stadion gewagt, sassen ganz oben auf den billigsten Plätzen und begutachteten das Spektakel. Neben Nationalhymne und Flagge machten wir uns mit dem Rodeo, dem Rinderfangen und dem Bullenreiten vertraut und fragten uns immer wieder, wie die Tiere und Menschen diese massiven Kräfte die dort wirken ertragen können und konnten auch nicht immer hinsehen. Nichts desto trotz haben wir das texanische Feeling genossen und Noam ist Abends zufrieden mit seinem neuem Berufswunsch „Cowboy“ eingeschlafen. Bis jetzt fühlt sich Texas richtig cool an, die Menschen sind sehr herzlich und uns gefällt es. Leider verlor Heike ihr geliebtes iPhone.

PS: Wie es mit unseren Handys weitergeht erfahrt ihr dann im nächsten Bericht.

Für uns geht es nun weiter Richtung Austin wovon wir als nächstes berichten werden. Bis dahin übt Noam weiter das Lasso zu schwingen und wir machen uns auf die Suche nach den passenden Cowboystiefeln.

Die Traum-Leben Familie

Wir sind eine junge Familie, die uns gemeinsam einen weiteren Lebenstraum erfüllen und für mehrere Jahre durch die Welt reisen. Unsere Reise begann in den USA und führt uns durch 15 Länder auf dem Kontinent Amerika. Mit unserer Homepage sollen andere Menschen inspiriert und ermutigt werden, ihre kleinen und grossen Träume zu verwirklichen.

2016-11-07T05:09:21+00:00